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Thailand

Songkhla Coronavirus Covid-19 in Thailand

Vornehme Blässe wird wieder modern. Die wachsende Ozonbe-lastung läßt uns auf Opas Bademode zurückgreifen.

In Siams moslemischem Süden erregt man damit kein Aufsehen, wußten die Thais doch immer, was in der Sonne gesund ist. Mit Hemd und Hose springen sie in die warme Gischt der Brandung, z. B. in Songkhla Wo das “Binnenmeer” Thale Sap in den Golf übergeht, am Ende einer 80 km langen Landzunge, bildet ein Kanal ideale Voraussetzungen für einen natürlichen Schlupfhafen an der sonst gradlinigen westlichen Küste des Golfs von Thailand.

Verständlich, daß diese günstige Stelle seit Urzeiten besiedelt und nicht minder alt ist als Ligor. Heutzutage ist die schmale Einfahrt für die großen Schiffe nicht tief genug, sie gehen zwischen der Küste und den Inseln Ko Meo und Ko Nu vor Anker, die wegen ihrer bizarren Silhouette “Katz- und Mausinsel” genannt werden. Songkhla, auf einer Landzunge an drei Seiten von der See umgeben, hat seine Bedeutung als Hafen- und Handelsstadt eingebüßt und wurde vom nahegelegenen, größeren Hat Yai überflügelt.

Es besitzt eine Universität, ein modernes Technikum und ein Nationalmuseum, hat aber bisher dem Bauboom widerstanden, der so vielen siamesischen Städten ihre Schönheit raubte. Darum ist der altertümliche Zauber und Charme dieses Städtchens geblieben, der Reiz seiner alten Straßen mit den ziegelgedeckten Häusern, seine immergrünen, schattigen Bäume an endlosen Sandstränden.

Eine farbige Mischung aus buddhistischen Thaismuslimischen Malaien und Chinesen bevölkert die Provinzhaupt– und Löwenstadt, denn Singha-la wurde sie von indischenpersischen und arabischen Händlern genannt.

Das indische Singh (Löwe) gab auch dem prächtigen Singapur am Ende der Malaiischen Halbinsel den Namen. Im tiefen Süden Thailands, rd. 1000 km von Bangkok entfernt, ist manches anders als im übrigen Land: Klima, Religion, Kultur und Sprache. Die Regenzeit ist länger und niederschlagsreicher, die feuchtesten Monate sind Dezember und Januar mit ausgeprägtem Monsunklima; dann haben Bangkok und der Norden die kühlste und trockenste Witterung.

Der Einfluß der malaiisch-indonesischen Kultur ist noch überall lebendig, 500 Jahre Srividjaya-Dynastie haben tiefere kulturelle Spuren hinterlassen als die spätere politische Vorherrschaft der Thais. Das islamische Thailand fühlt sich der buddhistischen Mehrheit (95%) des Landes nicht zugehörig, die Menschen in den südlichen Provinzen sprechen entweder den südlichen knappen und schnellen Dialekt oder malaiisch. Auch die Küche ähnelt der Malaysias eher denn jener Zentralthailands.

Der heitere Erholungsort lädt zu Müßiggang und Bummeln ein. Im Schatten der Kasuarina-Bäume kann man den etwa 5 km langen Samila Strand, dem ältesten Badestrand der Stadt, bis zum muslimischen Fischerdort Khao Seng folgen, an der Mündung eines kleinen Flusses gelegen. Die Hütten sind auf Pfählen im Wasser gebaut und drängen sich aneinander unter einem grünen Dach von Kokospalmen. Gleich parkenden Autos liegen die buntbemalten, mit Schnitzereien reichverzierten Boote im schneeweißen Sand. Der Seewind treibt den strengen Geruch getrockneten Fisches herüber.

Im Nordosten der Stadt steht neben dem Samila Hotel eine Steinfigur, eine schöne Nackte, die ihr langes Haar kämmt. Das Denkmal der Seejungfrau, das Wahrzeichen der Stadt, ist dem Kopenhagener Vorbild verblüffend ähnlich.

Thai-Mädchen lieben es, sich in der anmutigen Pose der nordischen Schönen fotografieren zu lassen. Dahinter beginnt eine schmale, sandige Landzunge, der Son-Onn-Strand mit vielen Seafood-Restaurants, beliebter Spazierweg am späten Nachmittag oder Abend. Die vielen Restaurants und Imbißstuben sind eine Einladung – man sollte sie nutzen.

Wer schon einmal in Hua Hin Meeresgerichte geschlemmt hat, wird staunen, zu welch niedrigen Preisen man sich hier kugelrund genießen kann. An zwei Seiten von Wasser umgeben, sind die Südthailänder ein Volk von Seefahrern und Fischern. Eine natürliche Folge dieser Meerverbundenheit ist ein reichhaltiges Angebot an Fischgerichten.

Man kann sich die frischen und ungekochten Delikatessen aussuchen und zusammenstellen, sie werden immer köstlich zubereitet. Wo findet man anderenorts Krebsscheren mit Curry, einen Pla Kapong Khao Thawt, gebackener Süßwassergarnelen oder Pla Tuk Phat Phet, gebackener Katzenwels in Chili und Basilikum?

Feinschmecker werden nicht versäumen, im Fischereihafen mitzuerleben, was die Gewässer um Songkhla an Meeresgetier noch hergeben. Angler sind gut beraten, ihre Ausrüstung mitzubringen und sich ein Boot zu chartern oder ihr Glück an den Binnenseen zu versuchen. Das ist jungfräuliches Terrain für unsere Fangmethoden.

Wer hohe Luftfeuchtigkeit verträgt, sollte in der Regenzeit kommen; es regnet ja nicht den ganzen Tag lang. Trifft man in der Saison unter vielen einheimischen und malaiischen Urlaubern wenige weiße Gesichter, kann man außerhalb der Saison ohne jeden Touristenrummel seine Unternehmungen starten:

Stadtrundgang auf der Suche nach der eigenartigen Mischarchitektur aus chinesischenportugiesischen und malaiischen Einflüssen, der Tempelkomplex von fast 500 Jahren im Herzen der Stadt, das Nationalmuseum mit wertvollen Stücken aus der Schrividjaya-Zeit. Naturfreunde werden auf dem Weg nach Phatthalung in aller Frühe – die beste Zeit ist von Nov. bis Febr. – beim Dorf Khu Khut zum größten Vogelschutzgebiet Asiens aufbrechen und sich mit einem Boot in das 520 km große Lagunengebiet begeben – ein einmaliges Erlebnis.

Es gibt Leute, die verdrängen im Urlaub einfach die moderne Wirklichkeit und lassen sich von Traumbildern hochschaukeln. Aber nirgendwo auf der Welt entgehen wir dem Profitstreben und der Naturzerstörung. Die lange, vor einigen Jahren noch fast unberührte Nehrung zwischen dem Binnenmeer Thale Luang und dem Golf bietet Anschauungsunterricht in krassester Form:

Die für die Natur wertvollen Mangrovenwälder sind Shrimpsfarmen gewichen, Commerz frißt gnadenlos die Natur und zerstört sie, denn die Böden sind nach einigen Jahren durch Chemie und Salzwasser hoffnungslos verseucht. Aber als Europäer können wir nicht die Nase rümpfen: Bei uns boomt die Aquakultur wie die Agroindustrie. Vergleichbar mit der thailändischen Garnelenzucht wurden aus Fischern Meeresfarmer. So bilden in riesigen Fischfarmen an der Westküste von Schottland, eine der bisher unverdorbensten Landschaften Europas, schwimmende Käfige den Teil einer Industrie, die durch ungehemmtes Wachstum außer Kontrolle gerät.

Der wilde Edelfisch Salmo Salar wird in Käfige gezwängt, wie Schweine gemästet, von Parasiten befallen und in Pestiziden gebadet – und die wunderschönen Seen werden tote Gewässer, dead lochs.

Da freut man sich wieder auf ein so liebenswertes Städtchen wie Phatthalung, malerisch in einer ausgedehnten Reisebene – ein seltener Anblick im Süden – zwischen zwei Kalksteingipfeln gelegen. Um den Khao Ok Thalu (Berg mit dem durchbohrten Herzen) und dem Khao Hua Taek (Berg mit dem gespaltenen Kopf) ranken sich wilde Eifersuchtssagen. Das ursprüngliche Nang Thalung, das thailändische Schattentheater, ist nach dieser Stadt benannt, denn nang bedeutet Rohhaut, das ungegerbte Leder.

Das kleine, übersichtliche Phatthalung glänzt nicht mit großartigen Klöstern und erlesenen Kunstgegenständen, dafür bietet die Umgebung reiche Abwechselung mit Grotten und Höhlen von mystischer Atmosphäre. Die buddhistischen Höhlentempel des Wat Kuha Sawan dienten wohl schon in der Shrividjaya-Periode als Meditationstempel.

Die Anlage vermittelt einen Einblick in ein typisch thailändisches Kloster, das noch nicht als Attraktion vermarktet wird. Auch das Höhlenkloster Tham Malai sollte man aus diesem Grund besuchen; es bietet von oben einen herrlichen Rundblick von den Bergen im Westen bis zu den großen Binnenseen und dem Meer im Osten. Heiße Quellen und Kaltwasserteiche findet man etwa 20 km südlich beim Dorf Khao Chai Son, die Wasserfälle kann man gar nicht alle aufzählen. Da ist jeder Reiseführer behilflich.

Nun hat jeder Besucher seine Liebhabereien. Wir fahren immer gern zum Thale Noi-Süßwassersee rd. 30 km nordöstlich der Stadt, ein Vogelschutzgebiet. Die Bootsmotoren scheuchen Unmengen von Wasservögeln auf, wenn sich die Ausleger in den Wasserpflanzen festfressen, und man muß schnell reagieren, um brauchbare Fotos zu ‘schießen’.

Die Einheimischen staken mit Flachbooten durch die ‘Everglades’ und ernten das Riedgras Don Kok, das zu Fußmatten verarbeitet wird. Der auffälligste Wasservogel sei der “Nok I Kong,” schreibt ein Reiseführer, “mit seinen langen komischen Beinen, die wackeln wie das schlecht funktionierende Fahrgestell eines Flugzeugs, wenn es auffliegt”.

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